Reaching The Light

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FINJA SKADI VOLLBRECHT

Reaching the Light  JARO 4358-2

Durch Corona hat sich die Veröffentlichungspolitik von JARO Medien verändert. Finja Skadi Vollbrecht, ist die erste Künstlerin, die wir für die neue Abteilung JAROdigital verpflichtet haben und wo wir nur planten die Stücke digital zu veröffentlichen. 

Binnen kurzer Zeit erzielten die Piano Titel allein bei Spotify mehr als 100.000 Streams, so daß die Idee entstannt ,zum 40jährigen JARO Jubiläum, das Album auch als physischen Tonträger zu veröffentlichen. Finja Skadi Vollbrechts Musik gehört in die Kategorie der jungen Generation von “Neo-classical” Performern und Komponisten wie Hania Rani, Nils Frahm, Joep Beving oder Peter Broderick.

Sie selbst sagt zu sich und ihrer Musik


Ich bin Pianistin aus Hamburg und studiere Psychologie. Ich liebe bewegte Melodien, die auf Moll basieren. Wenn ich Musik höre, spinne ich den Melodieverlauf im Kopf oft weiter.

Interessant über mich zu erfahren ist, dass ich Synästhesistin bin. Das bedeutet, dass ich Töne in Farben und Formen „sehe“. Bis ich 22 war, hielt ich das für vollkommen normal! Durch mein Studium lernte ich, dass Synästhesie unter Künstlern sogar relativ verbreitet zu sein scheint. Jedes Lied hat für mich Seele und Charakter und jede Melodie beschreibt eine ganz spezifische Szenerie. Ich bin sicher, dass mir die Synästhesie zur Inspiration verhilft, weil ich sehr schnell Assoziationen knüpfe. 

Die Lieder des Albums entstanden in einer Zeitspanne von 12 Jahren. Einige wurden erst mit anderen Instrumenten (meist orchestral) komponiert und später in Klavierform umgeschrieben. Beim Komponieren habe ich immer eine spezielle Atmosphäre, Stimmung und/oder Umgebung vor mir. Es fühlt sich für mich so an, als würde ich aus dem „Äther“ der unendlichen Möglichkeiten eine Melodie herausziehen, die zu dem passt, was ich gerade im Kopf habe. Oft beginnen meine Lieder auch als Ohrwürmer. 

Lost Paradise 

Dieses Lied habe ich 2011 komponiert. Dabei hatte ich einen meiner Roman-Charaktere im Kopf (Skyfe Blaydow aus dem dystopischen Roman „The Shine“), der am Klavier ein Lied aus seiner Heimat spielt. Früher hieß das Lied deshalb „Blaydows’s Song.“

Evanescence

Im Mai 2012 fand ich ein verletztes Kaninchen auf einem Feldweg, das jemand ausgesetzt haben musste. Es ließ sich einfangen und ins Tierheim bringen. Seine Verletzung machte mir die Vergänglichkeit des organischen Lebens bewusst. Zum Stichwort „Vergänglichkeit“ komponierte ich dann während des Kaninchen-Transports dieses Lied. 

Absence of Dawn

Im Winter 2011/12 komponierte ich viele orchestrale Stücke mit einem Musik-Programm, unter anderem dieses. Leider klang alles nach MIDI. Deshalb machte ich viele Jahre später ein Klavierstück daraus.

Stars

Mein Gaming-Laptop hat die Einstellung „Sternfunkeln“, die verschiedene Tasten in zufälligen Farben blinken lässt. 2017 inspirierte mich das zu diesem Song. 

Lucidity

2012 hatte mein heutiger Ex-Freund die Idee, einen Kurzfilm zu drehen, der in einer „russischen“ Schneelandschaft spielt. Er bat mich, einen Song dafür zu schreiben. Das Lied gefiel ihm nicht und der Film wurde nie gedreht, aber so entstand „Lucidity“. 

Aurora

Als ich 2016 „Lucidity“ in ein neues Musik-Programm übertrug, spann ich die Melodie in meinem Kopf weiter, und daraus wurde „Aurora“, ehemals „Permafrost“. 

Heaven’s Dawn

Dieses Lied ist wohl das älteste des Albums. Ich habe es „aus Versehen“ komponiert. Die Melodie hatte ich mit ca. 16 im Kopf, nachdem meine Schulklasse einen Western-Film geschaut hatte. Ich war überzeugt, die Melodie stammte aus dem Film, fand diesen „Soundtrack“ aber nicht im Internet. 

Spring is Here

Das Lied entstand 2012 spontan, unter einem anderen Namen und als orchestrale Komposition mit MIDI-Sound. Ich bin froh, dass es eine tolle Verwendung gefunden hat.

Heaven

Dieser Song kam mir 2021 in den Sinn, als ich die Begleitspur von „Evanescence“ spielte und mir daraufhin eine neue Melodie einfiel. 

Echoes of a Battle

Dieses Lied schrieb ich 2011, nachdem ich einen Samurai-Film geschaut hatte, in dessen Abspann ein schönes Lied lief. Ich fand das Lied nicht im Internet und wollte es am PC rekonstruieren. Das Lied klang in Wirklichkeit anders, aber so war ein neuer Song geboren.

Memories

Dieser Song entstand spontan im Dezember 2019. Beim Komponieren hatte vor Augen, dass an einem sonnigen Spätsommerabend Sonnenstrahlen durch das dunkelgrüne Blätterdach einer Eiche brechen. 

Prism

Dieses Lied schrieb ich dieses Jahr (2021), als mir zur Begleitspur von „Lost Paradise“ spontan eine neue Melodie einfiel.